60.000 Euro für nix? Wie die Robert Bosch Stiftung plötzlich mein Wohlwollen entdeckte
Inhalt
Die E-Mail von robertboschstiftung1964@gmail.com
Ein Lottogewinn ohne Lottoschein? Ein anonymer Wohltäter, der ausgerechnet deine E-Mail-Adresse ausgewählt hat, um 60.000 Euro unters Volk zu bringen? Manchmal meint es das Schicksal einfach zu gut – oder das Postfach hat mal wieder echten Müll angespült. 🗑️✉️
Genau so ein finanzielles Post-Märchen flatterte uns kürzlich ins Haus: angeblich direkt von der renommierten Robert Bosch Stiftung GmbH und gezeichnet vom Stiftungs-Vorsitzenden Bernhard Straub höchstpersönlich. Klingt im ersten Moment nach glücklicher Fügung und Nächstenliebe, riecht auf den zweiten Blick aber streng nach dem klassischen Vorschussbetrug. 🔥💶
Robert Bosch Stiftung GmbH.
Adresse: Heidehofstraße 31, Stuttgart, DeutschlandSehr geehrte Damen und Herren, im Namen der Robert Bosch Stiftung GmbH möchte ich Sie offiziell darüber informieren, dass Sie aufgrund meines Gewinns eines wohltätigen Preises, den ich für wohltätige Zwecke einsetzen möchte, als Begünstigte ausgewählt wurden. Die 60.000,00 Euro sollen Ihnen ermöglichen, Ihre persönlichen Angelegenheiten zu regeln und Bedürftigen, Waisenkindern und gemeinnützigen Organisationen in Ihrer Region großzügig zu helfen. Um den Preis in Anspruch zu nehmen, kontaktieren Sie uns bitte zur Bestätigung.
Bernhard Straub
Copyright © 2026
Robert Bosch Stiftung GmbH
Alle Rechte vorbehalten.
Hugo antwortet
Um den Scammern so richtig auf den Zahn zu fühlen, braucht es natürlich die passende Strategie: Wir schlüpfen in die Rolle von Hugo – ambitionierter Dackelbesitzer aus Wanne-Eickel, stolzes Mitglied im BMW-Club und nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte, aber dafür extrem empfangsbereit für geschenktes Geld! 🚗🐶💸
Hallo Herr Straub!
Boah Hör mal, dat is ja der absolute Hammer!!! 😱😍 Ich dachte erst dat is wieder so ein Schrott, aber 60.000 Ocken?! Leck mich am Ärmel!
Ich bin der Hugo aus Wanne-Eickel. Passt grad absolut perfekt, mein 3er BMW braucht nämlich dringend neue Schlappen und einen Sportauspuff, dat klappert schon wie Sau. 🏎️💨 Und meinem Dackel Waldi wollt ich eh schon immer diese edlen Gold-Leckerlis kaufen! Den Rest teil ich mir dann mit den Jungs vom BMW-Club und der Rest geht meinetwegen an die Armen hier in Wanne, versprochen! 🐕👍
Sag mal schnell bescheid wie wir dat machen. Soll ich dir meine Kontodaten schicken oder bringst du die Kohle persönlich vorbei? Wenn du vorbeikommst, schmeiß ich direkt den Grill an und es gibt Ne Nackensteaktasse und Bierschen! 🥩🍺
Sag bitte schnell Bescheid, die Werkstatt wartet schon!
Gruß aus Wanne-Eickel,
Hugo
Das Fazit der Geschichte
Wie leider so oft im Leben eines hoffnungsvollen Spendenempfängers: Die Funkstille folgte auf dem Fuß. 🤫💨 Kaum geht es um konkrete Details (oder die Aussicht auf ein leckeres Nackensteak in Wanne-Eickel), zieht sich der vermeintliche Wohltäter Bernhard Straub wohl lieber wieder zurück.
Auch wenn die Verlockung von 60.000 Euro groß ist und die Masche mit echten Namen wie der Robert Bosch Stiftung GmbH im ersten Moment seriös wirken soll: Niemand verschenkt einfach so Unmengen an Geld per E-Mail.
- Die Masche: Typischer Vorschussbetrug (Advance Fee Fraud). Hätten wir weiter mitgespielt, wären als Nächstes verlockende “Bearbeitungsgebühren”, “Notarkosten” oder “Freischaltgebühren” fällig geworden, die wir vorab hätten überweisen sollen.
- Die Lehre: Wer auf solche Mails antwortet, erntet im besten Fall gar nichts und im schlimmsten Fall eine Lehrgeld-Zahlung an kriminelle Netzwerke.
Hugo muss die neuen Schlappen für seinen 3er BMW also leider weiterhin selbst ersparen, und Waldi bleibt vorerst bei den ganz normalen Leckerlis. 🐕🏎️ Aber ein Gutes hat es: Wir haben wieder eine Scam-Mail entlarvt und Ihr seid hoffentlich um eine Erfahrung reicher (wenn auch nicht um 60.000 Euro). 🛡️✨
Kommentare
Kommentare werden geladen…
Kommentar schreiben