Lieber Simon, nein danke: Was hinter kryptischen Business-Anfragen per E-Mail steckt
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Ein mysteriöser Absender, keine Details, aber dafür die „Chance deines Lebens“ im Posteingang? Wenn ein gewisser „Simon“ mit gewandten Worten eine fantastische Geschäftsmöglichkeit verspricht, sollten die Alarmglocken schrumpfen und der Spam-Filter hochfahren.
Die E-Mail von simonlowe1313@zohomail.com
Sehr geehrte Damen und Herren, ich hoffe, es geht Ihnen gut. Ich wende mich an Sie, um eine für beide Seiten vorteilhafte Geschäftsmöglichkeit zu besprechen. Ich bin überzeugt, dass unsere gemeinsamen Interessen und Stärken eine hervorragende Grundlage für eine erfolgreiche Partnerschaft bilden, die langfristigen Mehrwert für beide Seiten schaffen kann. Sollten Sie an dieser Möglichkeit interessiert sein, stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. Mit freundlichen Grüßen, Simon
Was steckt hinter der Masche?
Diese Nachricht ist ein Lehrbuchbeispiel für sogenannten Erstkontakt-Spam (Baiting): Eine kryptische Zoho-Freemailer-Adresse (simonlowe1313), maximale Floskelndichte („gemeinsame Interessen“, „langfristiger Mehrwert“) und absolut null konkreter Inhalt. Weder verrät der mysteriöse „Simon“ seinen Nachnamen oder seine Firma, noch worum es eigentlich geht. Das kalkulierte Ziel dieser vorgefertigten Massenmail ist es, Neugier zu wecken: Wer aus Versehen antwortet, um nachzufragen, verifiziert seine E-Mail-Adresse für Spammer-Listen und wird im nächsten Schritt oft in Krypto-Scams, Vorschussbetrug oder Phishing-Fallen verwickelt – die einzige richtige Reaktion ist daher das direkte Versenken im Spam-Ordner.
Hugo sucht den Erstkontakt
Wir halten uns kurz und schreiben zurück:
Um was geht es? Ich kenne sie nicht.
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