Vorschussbetrug per E-Mail: Die angebliche Millionen-Entschädigung der Trust Bank

Inhalt

Vorschussbetrug per E-Mail: Die angebliche Millionen-Entschädigung der „Trust Bank“

Schon der Absender drbenbernanke33@gmail.com lässt aufhorchen: Dass der ehemalige Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Ben Bernanke, im Ruhestand Millionen-Entschädigungen über ein kostenloses Gmail-Konto verteilt, ist eine bemerkenswerte Karrierewende. Seltsamerweise ist die E-Mail am Ende aber gar nicht von ihm unterzeichnet, sondern von einem gewissen „Mr. Daniel Eichelberger“ im Namen der mysteriösen „Trust Bank“.

Esteemed Recipient

Based on new instructions from the United States government, your email address is on the list to receive $15,500,000.00 for 2026 compensation funds. We are shocked that corrupt bank officials have unnecessarily delayed your payment, attempting to divert your payment for their selfish reasons.

At last, your payment has received approval and endorsement, with directions and approvals provided by the Authorities. Due to ongoing scam activities worldwide, the Authorities have directed our Financial Institution to employ a high-performance Banking System to establish a Personal Online Banking Account.

However, we were quite surprised when Mr. Mosley Leroy arrived at our bank claiming to be your representative. To be certain, did you send Mr. Mosley Leroy to claim the funds? If not, please provide the information below so we can facilitate the immediate receipt of your funds.

Full Name:………………
Full Address:…………………….
Direct Cellphone Number:……….
PASSPORT AND ID CARDS:……………..
YOUR OCCUPATION………
POSITION………
DATE OF BIRTH…………..

Looking forward to your next letter

Regards
Thanks for banking with us,

MR.Daniel Eichelberger
TRUST BANK

Inhaltlich wird es nicht weniger skurril: Satte 15,5 Millionen US-Dollar sollen für den Empfänger bereitstehen. Doch es gibt ein Problem: Ein dubioser „Mr. Mosley Leroy“ sei bereits in der Bank aufgetaucht, um das Geld im Namen des Opfers einzustreichen. Um diesen vermeintlichen Betrug im Betrug zu verhindern, fordern die Scammer nun im Gegenzug die komplette Offenlegung aller persönlichen Daten inklusive Kopien von Reisepass und Personalausweis.

Hugo antwortet

Um das Spiel am Laufen zu halten und zu sehen, wie die Betrüger reagieren, wurde eine kurze, bewusst ahnungslose Antwort an „Mr. Eichelberger“ gesendet:

Hello Mr Eichelberger, I do not know about all of this, what is this about?

Damit ist der Köder ausgeworfen – nun bleibt abzuwarten, mit welcher hanebüchenen Geschichte die Scammer versuchen werden, die vermeintlichen Millionen schmackhaft zu machen.


Fazit: Das Schweigen der „Trust Bank“

Da auf die bewusst ahnungslose Nachfrage bis heute keine Antwort mehr eingegangen ist, bleibt die Millionen-Zahlung wohl aus – womit das Ganze wie erwartet als klassischer Vorschussbetrug entlarvt ist. Das Ziel solcher E-Mails ist denkbar simpel: Sobald ein Opfer anbeißt, fordern die Täter im nächsten Schritt Gebühren für Notare, Steuern oder Kontoeinrichtungen, um an das vermeintliche Vermögen zu gelangen. Wer hier seine echten Ausweisdokumente und persönlichen Daten übermittelt, riskiert zudem einen massiven Identitätsdiebstahl. Daher gilt wie immer: Solche Nachrichten gehören ungelesen in den Spam-Ordner.


Es kommt doch noch eine Anwort

Nach etwas Wartezeit kommt dann doch noch eine Antwort. Die Scammer geben sich ungeduldig und machen uns ein schlechtes Gewissen.

Dear Customer.

I am not happy with you about the delay. I notice that you are not
serious about completing your transaction, which means you want your
funds to be canceled and transferred into the government account as
unclaimed funds. Keep in mind that if you fail to fulfill the
obligation, you will lose your funds.

Wir entschuldigen uns und fragen, wie es weiter geht!

Kommentare

Kommentare werden geladen…

Kommentar schreiben