‚Neue Anmeldung bei PayPal‘ - der Klassiker unter den Phishing-Mails

Inhalt

Ein angeblich neuer Login bei PayPal sorgt für Panik - doch die Mail selbst ist der eigentliche Betrug. Warum du hier besser nicht klickst. ⚠️

Die E-Mail

Auf den ersten Blick wirkt die Mail gar nicht mal so schlecht gemacht. Ein Login, ein Gerät, ein bisschen Technik-Blabla - passt schon. Genau das ist auch die Masche: Es soll möglichst glaubwürdig wirken, ohne dass man genauer hinschaut.

Der eigentliche Knackpunkt ist aber der Inhalt selbst.

Normalerweise läuft das bei PayPal (und anderen Diensten) nämlich anders: Du bekommst eine Benachrichtigung über einen neuen Login - vielleicht mit Standort oder Gerät - aber keine direkte Aufforderung, über einen Link irgendetwas zu „deaktivieren“.

Und genau hier wird es verdächtig.

Auf diesem vertrauenswürdigen Gerät eingeloggt bleiben

Desktop Chrome Windows 10 10.0.0 Wir haben eine neue Anmeldung auf Ihrem Konto von einem entfernten Computer aus bemerkt. Wenn dies ein gemeinsam genutztes Gerät ist oder du das Gerät Desktop Chrome Windows 10 10.0.0 nicht erkennst, kannst du den vertrauenswürdigen Status Hier Deaktivieren.

Diese Mail will, dass du aktiv wirst. Und zwar sofort. „Hier deaktivieren“ klingt harmlos, ist aber genau der Moment, in dem du auf einen Phishing-Link gelotst wirst.

Dazu kommt:

  • Keine persönliche Anrede
  • Kein Name
  • Generischer Text
  • Und ein Gerät, das so beschrieben ist, dass es auf ungefähr jeden zutreffen könnte

Hier eine überarbeitete Version, etwas runder und mit deinem typischen Ton:


Normalerweise gilt: Nicht klicken. Einfach löschen. Fertig. Aber für den Blog opfern wir uns natürlich und schauen mal, was passiert. 😄

Statt bei PayPal landen wir auf einer eher… sagen wir mal… kreativen URL:

502351c7d6.nclx.io/wp-content/plugins/cano/varno/login.php

Und genau das ist die wichtigste Regel: 👉 Immer einen Blick in die Adresszeile werfen.

Echte PayPal-Seiten laufen über Domains wie paypal.com. Alles andere ist - Überraschung - nicht PayPal.

Die Seite selbst gibt sich dann Mühe, seriös auszusehen: Logo, Login-Feld, alles da.

Nur mit einem kleinen Unterschied: Alles, was du hier eingibst, landet direkt beim Scammer.

Wir werden also freundlich aufgefordert, unsere Zugangsdaten einzugeben. Quasi ein Selbstbedienungsformular für Account-Diebstahl.

Der nächste Schritt: Jetzt noch der Code bitte

Nachdem wir brav unsere Zugangsdaten eingegeben haben (natürlich nur zu Testzwecken 😉), geht es direkt weiter.

Die Seite fordert nun einen Bestätigungscode an:

„Bitte geben Sie den Code ein, der an Ihre Telefonnummer gesendet wurde“

Klingt erstmal nach normaler Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ist es auch - nur leider nicht für dich, sondern für die Scammer.

Was hier im Hintergrund passiert: Die eingegebenen Zugangsdaten werden in Echtzeit verwendet, um sich tatsächlich bei PayPal einzuloggen. PayPal schickt daraufhin einen echten Sicherheitscode an dein Handy.

Und genau diesen Code sollst du jetzt hier eingeben.

Damit hebelst du im Grunde selbst die letzte Sicherheitsstufe aus und gibst den Angreifern den finalen Zugriff auf dein Konto.

Besonders perfide: Selbst Nutzer, die „2FA ist sicher“ im Hinterkopf haben, tappen hier rein - weil alles scheinbar korrekt abläuft.

Fazit

Ein klassischer Phishing-Angriff, der erstaunlich gut funktioniert:

Erst wird mit einem angeblichen Login Angst erzeugt, dann werden Zugangsdaten abgegriffen und am Ende sogar noch der Sicherheitscode abgefragt. Schritt für Schritt zum kompletten Account-Zugriff.

Technisch nichts Besonderes - aber psychologisch ziemlich effektiv.

Wer kurz innehält, die Absender-Mail prüft und vor allem einen Blick in die Adresszeile wirft, ist hier klar im Vorteil.

Oder kurz gesagt: Nicht jeder „PayPal-Login“ kommt von PayPal - manche kommen direkt vom Scammer. 😏

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