Täglich 5.000 Euro ziehen? Hugo aus Wanne-Eickel macht den Scam-Check

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650.000 Euro einfach so geschenkt? Eine E-Mail verspricht unserem Hugo das große Los: Angeblich wurde er bei der „DELL COMPUTER-Spende 2026“ zufällig ausgewählt. Der Haken: Damit die prall gefüllte Mastercard per DHL im Ruhrpott landet, soll Hugo vorab 586 Euro Gebühren blechen.

Die E-Mail von weslymooreservice@yahoo.ca: Ein Meisterwerk der Logik

Da sitzt unser Hugo morgens in Wanne-Eickel beim Kaffee und erfährt: Er ist reich! Aber schauen wir uns das literarische Meisterwerk mal genauer an.

Sehr geehrte/r DELL-Begünstigte/r,
Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse erneut. Diese ist wichtig für unsere jährliche DELL COMPUTER-Spende 2026. Sie wird an 300 glückliche Menschen weltweit in Höhe von jeweils 650.000,00 EUR über unsere elektronische DELL COMPUTER-Spendenverlosung vergeben, für die Ihre E-Mail-Adresse zufällig ausgewählt wurde. Bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse und geben Sie unten Ihre Daten ein, um den Spendenbetrag zu erhalten. Dieser wird in Ihrem Namen auf Ihre MasterCard geladen und Ihnen per DHL-Lieferservice zugestellt. Sobald Sie die Karte erhalten, müssen Sie täglich 5.000,00 EUR mit der Karte abheben, bis der gesamte Spendenbetrag von 650.000,00 EUR abgehoben ist.

Hinweis: Sie zahlen lediglich 586,00 EUR für den Kartenversand.
Sobald die Versandkosten bezahlt sind, wird Ihre Mastercard an Ihre Wohnadresse geliefert.

Vollständiger Name:
Ihr Land:
Adresse:
Alter:
Beruf:
Telefonnummer/WhatsApp:
Familienname:
Mit freundlichen Grüßen!

DELL-SPENDE
ANTWORT SENDEN AN weslymooreservice@yahoo.ca

Hugos Bullshit-Detektor schlägt bei folgenden Punkten sofort an:

  • Der professionelle Absender: Weltkonzern Dell verschenkt Millionen, wickelt das aber über eine kostenlose kanadische Yahoo-Adresse ab? Klar. Scam-Fakt: Echte Konzerne nutzen immer eigene Domains (z. B. @dell.com).
  • Die persönliche Note: „Sehr geehrte/r DELL-Begünstigte/r“. Die haben 650.000 Euro für Hugo, kennen aber seinen Namen nicht. Scam-Fakt: Klassische Massenmail im Gießkannenprinzip.
  • Der härteste Job der Welt: Hugo muss 130 Tage lang täglich 5.000 Euro am Automaten ziehen. Warum keine normale Überweisung? Scam-Fakt: Absurde Regeln sollen das Ganze wie einen komplexen, “offiziellen” Prozess wirken lassen.
  • Die Porto-Falle: Der Plot-Twist! Dell verschenkt 650.000 Euro, aber für das DHL-Porto von 586 Euro hat das Budget nicht gereicht. Warum nicht einfach vom Gewinn abziehen? Scam-Fakt: Das ist der Kern des Vorschussbetrugs. Wer diese Gebühr zahlt, sieht sein Geld nie wieder.
  • Die Datenkrake: Alter, Beruf und WhatsApp-Nummer? Wohl um zu prüfen, ob Hugo fit genug für den täglichen Automaten-Sprint ist. Scam-Fakt: Die Daten werden für künftige Betrugsmaschen (z. B. Fake-Anrufe) gesammelt.

Fazit: Ein Vorschussbetrug wie aus dem Bilderbuch. Aber anstatt die Mail einfach zu löschen, dreht Hugo den Spieß jetzt um!


Hugos erste Antwort: Wir lassen Wesly zappeln

Gesagt, getan! Hugo tippt seine erste Antwort. Die Taktik: Wir spielen den naiven, aber leicht misstrauischen Ruhrpottler. Wir füttern die Betrüger mit erfundenen Daten, aber bei der Handynummer ziehen wir die Bremse. Wesly soll sich gefälligst ein bisschen anstrengen!

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