IHK: Handeln Sie jetzt! Letzte Mahnung zur Aktualisierung
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“IHK: Handeln Sie jetzt! Letzte Mahnung zur Aktualisierung” – so lautete die dramatische Betreffzeile einer E-Mail, die uns kürzlich erreichte. Der Tonfall: dringlich. Die Botschaft: nebulös. Die Drohkulisse: maximal.
Natürlich war uns sofort klar, dass es sich hier nicht um eine echte Mitteilung der IHK handelt, sondern um einen klassischen Phishing-Versuch mit der Seriosität eines Kaffeefahrtenkatalogs. Aber wir geben zu: Die Mühe, sich als offizielle Stelle zu tarnen, war diesmal besonders kreativ.
Handeln Sie jetzt! Letzte Mahnung zur Aktualisierung! Die E-Mail!
Sehr geehrte Unternehmer,
wir haben festgestellt, dass die Kontaktdaten Ihres Unternehmens in unserem System möglicherweise nicht mehr auf dem neuesten Stand sind, obwohl Ihr Unternehmen bereits länger im Handelsregister geführt wird.
Wie auch in den vergangenen Jahren führen wir in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen eine routinemäßige Überprüfung durch.
Um sicherzustellen, dass Ihre Unternehmensdaten korrekt und aktuell sind, bitten wir Sie, diese bis spätestens zum 6. April zu aktualisieren. Sollte dies nicht erfolgen, könnte es zu Änderungen an Ihrem Eintrag kommen, die Auswirkungen auf Ihre Nutzung von bestimmten Services und Mitteilungen haben könnten.
Eine verspätete Aktualisierung könnte den Zugriff auf einige unserer Dienste einschränken und sich möglicherweise negativ auf Ihre laufende Zusammenarbeit mit uns auswirken.
Klingt offiziell, oder? Fast so, als hätte das Bundesamt für Wichtigkeit persönlich getippt – mit Anzug, Siegelring und schlecht gelaunter Rechtsabteilung im Hintergrund. Die „zuständigen Stellen“ bleiben zwar namentlich im Nebel, aber dafür wird ordentlich Druck aufgebaut: Wenn wir nicht bis zum 6. April handeln, passiert etwas Schlimmes!
🕵️♂️ Woran erkennt man den Fake?
✅ Kein persönlicher Ansprechpartner:
Die E-Mail ist nicht an einen konkreten Namen oder ein Unternehmen adressiert – statt „Sehr geehrter Herr Müller“ heißt es nur „Sehr geehrte Unternehmer“.
✅ Drohkulisse statt Information:
Die Mail arbeitet mit Zeitdruck („bis spätestens 6. April“) und vagen Konsequenzen („Zugriff auf Dienste könnte eingeschränkt werden“), ohne konkret zu werden.
✅ Unklare Absenderadresse:
Oft steht hinter dem scheinbar seriösen Namen eine seltsame E-Mail-Adresse wie info@firmenregister-aktualisierung.pro
– definitiv nicht die IHK.
✅ Fehlende rechtliche Pflicht:
Es gibt keine gesetzliche Pflicht, sich auf dubiosen Plattformen „zu aktualisieren“. Die echte IHK schreibt in der Regel nicht per E-Mail über solche Dinge – und schon gar nicht in diesem Ton.
✅ Versteckter Link „Jetzt aktualisieren“:
Der Button oder Link führt auf eine gefälschte Seite, oft mit gefälschtem Impressum oder gar keinem. Ziel: Daten abgreifen oder Gebühren kassieren.
Was passiert, wenn wir den Link klicken?
Der Klick auf den Link führt uns zu “https://2025-update47.info”, hier können wir unsere Daten eingeben.
Wir geben ein paar Fake-Daten ein, diese werden übermittelt. Gut möglich, dass sich jemand melden wird, eine Fake-Rechnung schickt oder anderweitig versucht wird zu betrügen.
🧾 Fazit
Solche E-Mails wirken auf den ersten Blick seriös, setzen gezielt auf amtlich klingende Sprache und Zeitdruck, um Unternehmen zur unbedachten Handlung zu bewegen. Doch wer genau hinschaut, erkennt schnell die typischen Merkmale eines Phishing-Versuchs.
Wichtig ist: Nicht reagieren, keine Links anklicken und die Mail löschen!
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