Neue Betrugsmasche: Nestlé-Anfrage für 40 Pumpen

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Neulich landete eine vermeintlich seriöse E-Mail in meinem Postfach: Nestlé UK, genauer gesagt die “Supply Chain Management”-Abteilung, wollte ein Angebot für 40 Stück einer speziellen Kreiselpumpe. Modellnummer, technische Daten, Ansprechpartner.

Die Schreiben!

Angebot

Technische Beschreibung

🚫 Kurzer Realitätscheck: Ich verkaufe keine Pumpen. Noch nie.

Kleine Anmerkung am Rande: Ich habe mit Pumpen rein gar nichts am Hut. Ich vertreibe keine, ich installiere keine, und ich habe noch nie eine verkauft, nicht mal im Baumarkt. Und doch flattert da eine professionelle Anfrage ins Haus, in der ich 40 Stück der “Self-Priming Centrifugal Pump, Modell HTP4862-533R” liefern soll. An Nestlé. Klar.

Offenbar arbeiten die Betrüger hier nach dem Gießkannenprinzip: Hauptsache, raus mit der Anfrage, irgendwo wird schon jemand dabei sein, der entweder tatsächlich Pumpen verkauft oder zumindest glaubt, hier ein lukratives Geschäft wittern zu können. Nur blöd, wenn sie dabei bei jemandem landen, der außer Kaffee und Tastatur nichts mit Hochdruck zu tun hat.

Antwort an nestle@uk-procurement.com

Natürlich hätte ich die Mail einfach löschen und den Fall abhaken können. Aber wo bleibt da der Spaß? Also habe ich höflich und seriös geantwortet, so, wie man es von einem verantwortungsvollen “Pumpenlieferanten” erwarten würde. Mit einem Angebot? Nein, nicht direkt. Zuerst habe ich freundlich um eine Bestätigung gebeten: ob die Adresse wirklich zu Nestlé gehört, ob die Domain tatsächlich im Besitz des Konzerns ist, und ob das alles offiziell beauftragt wurde.

Denn wer 40 Pumpen will, sollte auch 40 saubere Antworten liefern können, oder?

Angebot

Wir sind gespannt, ob eine Antwort kommt!

Fazit

Der Kontakt endet hier direkt nach der ersten Rückfrage. Die Betrüger verschicken eine professionell wirkende Beschaffungsanfrage für 40 Pumpen offenbar nach dem Gießkannenprinzip und hoffen, zufällig bei einem passenden Händler zu landen. Wie die eigentliche Falle weitergehen sollte – gefälschte Zahlung, überzahlter Scheck oder ein vorgeschriebener Lieferant – wird im dokumentierten Verlauf nicht sichtbar.

Auf die Bitte, Domain und offiziellen Auftrag durch Nestlé bestätigen zu lassen, folgt keine Antwort. Das spricht dafür, dass überprüfbare Unternehmenswege nicht Teil des Plans waren oder die Kampagne bereits weitergezogen ist. Der Scam erzeugt also kurz ordentlich Druck, verliert aber schon bei der ersten Dichtigkeitsprüfung sämtliche Förderleistung. 💧🔧

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