Blanko-Bankkarten & Märchenprinzen: Geld abheben ohne Ende“ 🤡📩

Inhalt

Reich werden per E-Mail? Unser Lager-Experte Basti hat Post von einem mysteriösen „Ingenieur“ bekommen, der mit magischen Bankkarten und täglichen 5.000-Euro-Geschenken um sich wirft. Während sein Pudel Rudi noch von goldenen Hundehütten träumt, hat Basti den Braten schon längst gerochen. 🍖

Die E-Mail von superkarte_cyberhacker23@proton.me

Sehr geehrte/r Herr/Frau,

Mein Name ist Brandon Jared. Ich möchte Ihnen auf diesem Weg Folgendes mitteilen: Anstatt einen Kredit aufzunehmen, habe ich meine vorprogrammierte Blanko-Bankkarte erhalten, mit der ich 30 Tage lang täglich maximal 5.000 € abheben kann. Ich freue mich sehr darüber, denn ich habe meine Karte letzte Woche erhalten und konnte damit 45.000 € abheben. Ingenieur Robert Mark verteilt die Karte, um Armen und Bedürftigen zu helfen. Obwohl es illegal ist, ist es eine nette Geste, und er ist nicht wie andere, die vorgeben, Blanko-Bankkarten zu besitzen. Und niemand wird beim Benutzen der Bankkarte erwischt. Holen Sie sich Ihre Karte von ihm. Ich kann ihn wärmstens empfehlen. Sie ist echt. Kontaktieren Sie ihn ( superkarte_cyberhacker23@proton.me ) oder per WhatsApp unter +34 (613-761-832) für weitere Informationen.

Mit freundlichen Grüßen,

Analyse: Warum diese „Wunderkarte“ purer Betrug ist 🧐💸

Auf den ersten Blick wirkt die E-Mail wie das Drehbuch eines schlechten Ganovenfilms. Werfen wir einen Blick auf die Fakten, die diesen „Märchenprinzen“ entlarven:

  • Die Identität: Der Absender nennt sich Brandon Jared, die E-Mail-Adresse gehört einem „Cyberhacker23“ und der Wohltäter ist ein „Ingenieur Robert Mark“. Wenn drei verschiedene Namen in einer Mail auftauchen, die allesamt über verschlüsselte Gratis-Dienste kommunizieren, sollten alle Alarmglocken schrillen. 🚩
  • Die Rechenschwäche: Wer innerhalb einer Woche 45.000 € abhebt, obwohl das tägliche Limit bei 5.000 € liegt, hat entweder ein Problem mit der Mathematik oder eine sehr kreative Vorstellung von einem Kalender. 📅🧮
  • Das „legale“ Verbrechen: Der Absender gibt offen zu, dass die Aktion illegal ist, verkauft sie aber als „nette Geste“. Das ist ein psychologischer Trick: Man versucht, das Opfer zum Komplizen zu machen. Wer sich auf illegale Deals einlässt, geht später seltener zur Polizei, wenn er selbst betrogen wurde. 😇🚓
  • Die Kontaktmethode: Seriöse Finanztransaktionen oder gar „Spenden“ für Bedürftige werden selten über spanische WhatsApp-Nummern (+34) und anonyme Mail-Provider abgewickelt. 📱🚫

Fazit für die Leser

Das Einzige, was an dieser Geschichte „echt“ ist, ist der Versuch, an Ihre Daten oder Ihr Geld zu kommen. Wer auf die Nachricht antwortet, wird schnell zur Kasse gebeten, etwa für angebliche „Aktivierungsgebühren“ oder „Zollkosten“.

Unser Rat: Solche E-Mails gehören ungelesen in den digitalen Schredder. Es gibt keine Blanko-Karten, die gratis Geld ausspucken, außer vielleicht in Monopoly. 🎲🏦


Basti, schreibt zurück

Normalerweise wandern solche Mails direkt in den digitalen Reißwolf. Doch dieses Mal war die Neugier größer: Was passiert eigentlich, wenn man auf den Köder anspringt?

Unser Lager-Experte Basti hat sich ein Herz (und wahrscheinlich ein kühles Blondes) gefasst und dem mysteriösen Brandon Jared geantwortet.

Sein Ziel: Den Betrügern ein wenig auf den Zahn fühlen und herausfinden, ab wann die Forderungen nach „Vorkasse“ oder „Gebühren“ eintrudeln.

Sehr geehrter Herr Jared,

vielen Dank für den Tipp! Ich habe Ihre Nachricht bekommen und bin ehrlich gesagt ziemlich platt. In meinem Job im Lager verdiene ich nicht gerade die Welt, und wenn das mit der Karte vom Ingenieur Mark wirklich klappt, wäre das für mich und meinen Hund Rudi eine riesige Erleichterung.

Ich bin aber ein bisschen vorsichtig, weil Sie ja selbst schreiben, dass es “illegal” ist. Wie genau läuft das ab, damit man wirklich nicht erwischt wird? Und wie kommt die Karte zu mir nach Wien?

Muss ich dafür vorab irgendwas bezahlen oder unterschreiben? Ich habe nämlich gerade nicht viel auf der hohen Kante, aber wenn die 5.000 € am Tag wirklich fließen, würde sich das ja schnell lohnen.

Geben Sie mir bitte Bescheid, was ich als Nächstes tun muss. Am besten per E-Mail, da ich während der Schicht nicht immer ans Handy gehen kann.

Beste Grüße aus Wien,

Basti

Die Antwort der „Super Card“-Profis: James Bond lässt grüßen! 🕵️‍♂️💳

Die Antwort aus der Spam-Zentrale ist da, und man muss sagen: Die Herrschaften haben Fantasie! In einer Mischung aus technischem Kauderwelsch und absurden Versprechen versuchen sie, unseren Basti zu ködern. Hier die „Highlights“ der Antwort:

  • Unsichtbar für Kameras: Die Karte ist so krass programmiert, dass sie angeblich von Überwachungskameras nicht erfasst werden kann. Basti fragt sich, ob man dann beim Geldabheben auch automatisch einen Tarnumhang trägt oder ob einfach die Linse am Bankomaten vor Ehrfurcht erblindet. 👻📸
  • Der Express-Service: In den USA dauert die Lieferung zwei Tage, im Rest der Welt zwei bis drei. Dass die Post in Wien manchmal schon für einen Brief aus dem Nachbarbezirk länger braucht, scheint den „Ingenieuren“ nicht bekannt zu sein. 🚀📬
  • Die magische Software: Nur sechs Stunden dauert die „spurenlose Softwareinstallation“. Das ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Karte angeblich einen „unentdeckbaren Chip“ hat, der weltweit jeden Geldautomaten austrickst. 🤖✨
  • Logik-Loch: Besonders schön ist die Frage im FAQ: „Wie haben Sie meine Post gefunden?“, die Antwort darauf bleiben sie uns schuldig. Wahrscheinlich ist die Antwort darauf auch „unentdeckbar“. 🤷‍♂️❓

Sehr geehrter Antragsteller,

Willkommen bei Super Card Web Programming. Wir sind spezialisiert auf Blanko-Geldkarten.

Diese manipulierten Karten ermöglichen tägliche Abhebungen an Geldautomaten bis zu 5.000 € und Ausgaben in Geschäften bis zu 6.000 €, abhängig vom bestellten Kartentyp. Sie sind mit unentdeckbaren Chips ausgestattet und daher von keinem Geldautomaten weltweit erkannt. Die Nutzung erfolgt gemäß Anleitung.

Ein perfektes Beispiel für die Entwicklung und Bereitstellung detaillierter Informationen zur Kartenfunktion

Bevor wir eine Blankokarte für Sie programmieren, machen Sie sich bitte mit den Details und der Funktionsweise vertraut, um spätere Anwendungsfehler zu vermeiden.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Hier finden Sie die Details zur Funktionsweise der Geldkarte!

Wir verkaufen physisch voraufgeladene Geldkarten. Mit dieser vorprogrammierten Karte können Sie an jedem Geldautomaten Bargeld abheben. Diese Karte ist in den Formaten VISA, MASTERCARD und VERVE erhältlich. Sie funktioniert weltweit an allen Geldautomaten, die Visa, MasterCard und Verve akzeptieren.

Die Mindestabhebungssumme der Geldautomatenkarte beträgt 5.000 €.

Je nach bestellter Karte sind möglicherweise mehr Abhebungen pro Tag möglich!

Hier finden Sie einige häufig gestellte Fragen (FAQ).

Funktioniert diese Karte in meinem Land?

Ja, sie funktioniert in jedem Land.

Wie sicher ist diese Karte?

Die Nutzung dieser Karte ist absolut sicher, da sie wie eine herkömmliche Geldautomatenkarte programmiert und gestaltet ist. Die Programmierung erfolgt spurlos, und die Softwareinstallation dauert nur 6 Stunden. Sie kann von Überwachungskameras nicht erfasst werden.

Wie lange dauert es, bis ich eine Geldautomatenkarte in meinem Land erhalte?

In den USA erhalten Sie Ihre Karte garantiert innerhalb von 2 Tagen. Außerhalb der USA erhalten Sie Ihre Karte garantiert innerhalb von 2 bis 3 Werktagen.

Wie haben Sie meine Post gefunden?

Wir hoffen, bald von Ihnen zu hören.

Das vorläufige Fazit: Wir haben es hier mit einer „manipulierten Karte“ zu tun, die so sicher ist, dass sie wahrscheinlich gar nicht erst existiert. Basti bleibt skeptisch: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es meistens… genau, Schrott.

Das „Super Card“-Update: Wenn aus Scammern Märchenonkel werden ✍️

Die Antwort der Betrüger ist da und liest sich wie ein schlechter Science-Fiction-Roman. Basti hat nachgehakt, und die „Ingenieure“ haben tief in die Trickkiste gegriffen:

  • Die Technik: Unsichtbare Chips, die angeblich an jedem Geldautomaten weltweit funktionieren.
  • Der Clou: Die Karte soll für Überwachungskameras völlig „unfassbar“ sein. Basti fragt sich, ob er beim Abheben dann auch für die Polizei unsichtbar wird. 👻
  • Das Versprechen: 5.000 € täglich, einfach so, ohne Spuren.

Bastis nächster Schritt: Er hat die „Preisfrage“ gestellt. Denn eines ist sicher: Umsonst gibt es bei diesen Cyber-Wohltätern höchstens die Rechtschreibfehler in der E-Mail. 💸

Hallo zusammen,

das klingt ja wirklich nach echter Raumfahrt-Technik! Dass die Karte vor Kameras unsichtbar ist, finde ich besonders praktisch, dann muss ich mir beim Abheben wenigstens keine Sorgen um mein Outfit machen. Und wenn die Lieferung nach Wien wirklich nur drei Tage dauert, wäre das ja schneller als jede Paketlieferung, die ich bisher im Lager erlebt habe.

Aber jetzt mal im Ernst: Umsonst macht der Herr Ingenieur die ganze Arbeit sicher nicht, oder? Wenn da täglich 5.000 Euro aus dem Automaten purzeln, hat das Ganze sicher seinen Preis.

Was muss ich euch denn vorab überweisen, damit ihr die Software installiert und den Express-Boten losschickt? Und wie wollt ihr das Geld haben? Ich habe noch ein bisschen was auf meinem normalen Konto gespart, das würde ich investieren, damit mein Hund Rudi und ich bald im Geld schwimmen.

Schickt mir doch bitte mal die Preisliste rüber!

Beste Grüße, Basti

Die Preisliste: Jetzt wird’s teuer! 🏷️💰

Die „Ingenieure“ haben die Katze aus dem Sack gelassen. Wer dachte, die Hilfe für Bedürftige sei gratis, hat sich geschnitten. Hier ist das Menü für Bastis neuen Reichtum:

  • Das „Einsteiger-Paket“: 50.000 € Guthaben für 699 € Vorkasse.
  • Die Luxus-Variante: 1 Million € für schlappe 10.900 €.
  • Lustiges Detail: Die 3-Millionen-Karte ist „derzeit nicht verfügbar“, wahrscheinlich ist das magische Plastik gerade ausverkauft. 📉

Guten Tag,

ich habe Ihre E-Mail bezüglich der ATM-Karte erhalten.
Bitte beachten Sie, dass Sie die Versandkosten für die Zustellung der Karte tragen müssen. Nachstehend finden Sie eine Liste der verfügbaren Kartenoptionen.
Alle unten aufgeführten Karten haben je nach Option ein Tageslimit von 5.000 Euro. Sie können die Karte auswählen, die Sie benötigen.

50,000 €: …………………………… 699 €
100,000 €: ………………………….. 1.800 €
380,000 €: ……………………………. 4.700 €
600,000 €: ………………………………. 6.100 €
1,000.000 €: ……………………….. 10.900 €
3.000.000 €: …………………………. 14090 € Diese Karte ist derzeit nicht verfügbar.

Bitte beachten Sie, dass die mit der Karte verbundenen Kosten den Versand und die Kosten für die Karte umfassen.
Wenn Sie mit den Bedingungen einverstanden sind, füllen Sie bitte schnell die folgenden Angaben aus:

Vollständiger Name:
Beruf:
Land:
Bundesland:
Alter:
Wohnadresse:
Telefonnummer:

Bitte beachten Sie, dass Ihnen diese Karte innerhalb von 72 Stunden zugestellt wird.

Bastis Fazit:

„700 Euro bezahlen, um 50.000 Euro zu bekommen? Wenn die Karte so toll ist, sollen sie die Gebühr einfach direkt vom Guthaben abziehen! Aber nein, sie wollen mein echtes Geld und obendrein noch meine komplette Adresse und Telefonnummer.“

Die harte Realität: Wer hier seine Daten eingibt oder Geld überweist, sieht beides nie wieder. Der „Märchenprinz“ entpuppt sich als simpler Datendieb. 🚫🏦

Hallo,

da haut es mich ja glatt aus den Socken! Über 10.000 Euro für eine Karte mit einer Million? Da muss ich wohl noch ein paar Überstunden im Lager schieben, bis ich mir die leisten kann.

Ich bin ehrlich gesagt noch ein bisschen skeptisch, ob das mit der Technik und den Kameras wirklich so klappt, wie Sie sagen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder? Ich würde es also erst mal mit der kleinsten Karte für 699 Euro probieren. Wenn die funktioniert, bestelle ich für meinen Hund Rudi und mich die ganz große Karte nach.

Wegen der persönlichen Daten: Da habe ich ein ungutes Gefühl. Man weiß ja nie, wer da mitliest. Können wir das nicht so machen: Ich überweise Ihnen das Geld (sagen Sie mir wie), und Sie schicken die Karte einfach an eine neutrale Packstation oder legen sie irgendwo in Wien ab? Meinen Beruf und mein Alter brauchen Sie für die Programmierung der Software ja sicher nicht, oder?

Schicken Sie mir bitte die Zahlungsdaten, dann schauen wir mal, ob der “Ingenieur” wirklich liefern kann!

Beste Grüße, Basti

Das Finale: „Godstime“ aus Irland will dein Geld! 🕊️💸

Jetzt ist die Maske endgültig gefallen. Die Betrüger haben die Bankdaten für die 699 Euro geschickt. Und siehe da: Die „Sicherheits-Experten“ nutzen ein Konto, das bei jedem Banker Schnappatmung auslöst.

  • Der Empfänger: Das Geld soll an einen gewissen „GODSTIME OKOSUN“ gehen.
  • Der Standort: Ein Prepaid-Konto in Irland. Warum ein „Ingenieur“ mit Millionen-Karten ein anonymes Konto in Dublin braucht? Damit das Geld weg ist, bevor man „Abzocke“ sagen kann. 🇮🇪🏦
  • Das Versprechen: „100 Prozent garantiert sicher“. Ein Satz, der bei Scammern eigentlich bedeutet: „Dein Geld ist garantiert weg.“

Guten Tag,

wir haben gerade Ihre E-Mail bezüglich der Bankkarte erhalten.
Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, es ist zu 100 Prozent garantiert und sicher für Sie. Wir können sie irgendwo in Wien abgeben, wenn Sie sich dann sicherer fühlen.
Hier sind die Bankdaten des Zustelldienstes:

Name des Begünstigten: GODSTIME OKOSUN

BANK: Paysafe Prepaid Services Limited
IBAN: IE92 PPSE 9903 8058 9435 64
BIC PPSEIE22XXX
ADRESSE: Grand Canal House, Grand Canal Street Upper

STADT: Dublin
LAND: Irland (IE)

Das Täuschungsmanöver: Basti schickt den „Beleg“ 📸💸

Um zu sehen, wie die Betrüger auf vermeintliches Geld reagieren, haben wir den Spieß umgedreht. Anstatt echtes Geld nach Irland zu schicken, hat Basti den Photoshop-Pinsel geschwungen und den Scammern eine gefälschte Bankbestätigung über die 699 Euro geschickt.

In der Welt der Betrüger ist dieser Moment wie Weihnachten und Ostern zusammen: Sie glauben, ihr Opfer sicher am Haken zu haben. Wir warten nun gespannt darauf, ob „Godstime“ und sein Team den Schwindel bemerken oder ob sie uns jetzt mit erfundenen Tracking-Nummern und weiteren Märchen beglücken. 🕵️‍♂️🍿

Nervosität in Dublin: „Schick uns deine Nummer!“ 📞⚠️

Anscheinend hat „Godstime“ vergeblich auf den Geldeingang gewartet. Trotz unseres (gefälschten) Belegs blieb das Konto leer. Die Scammer werden ungeduldig und fordern jetzt Bastis WhatsApp-Nummer, um „schneller antworten“ zu können.

Der Hintergrund: Auf WhatsApp können Betrüger viel mehr Druck ausüben, Sicherheitsfilter umgehen und die Telefonnummer für weiteren Identitätsdiebstahl missbrauchen.

Okay. Schicken Sie uns Ihre WhatsApp-Nummer, damit wir Ihnen schnellstmöglich antworten können.

Bastis Fazit: „Meine Nummer? Sicher nicht! Sonst rufen die mich noch im Lager an, während ich gerade Brotzeit mache. Dass das Geld nicht ankommt, liegt wohl an der ‚unentdeckbaren Software‘, oder einfach daran, dass wir sie an der Nase herumführen.“ 🐩🚫


Die „Chef-Ausrede“: Basti stellt sich dumm 👔⏳

Da die Scammer unbedingt auf WhatsApp wechseln wollen (mehr Druck, weniger Filter), zieht Basti die Notbremse. Er serviert ihnen die klassische Ausrede vom strengen Chef im Lager, der private Handys sofort mit einer Abmahnung bestraft.

Gleichzeitig spielt er den unschuldigen Kunden: „Das Geld ist doch laut Beleg raus, warum hakt es denn bei euch?“

Hallo,

mit WhatsApp ist das bei mir im Lager leider ganz schwierig. Mein Chef ist da extrem streng und passt auf wie ein Schießhund, wenn er mich mit dem Privathandy in der Hand sieht, habe ich sofort eine Abmahnung am Hals. Wir müssen also bitte hier per E-Mail schreiben, das kann ich zwischendurch am Computer im Büro erledigen.

Aber sagen Sie mal: Wo genau liegt denn jetzt das Problem? Ich habe Ihnen den Beleg von der Bank doch geschickt. Das Geld müsste doch schon längst bei Herrn Godstime auf dem Konto in Irland angekommen sein, oder etwa nicht?

Geben Sie mir bitte Bescheid, ob mit der Überweisung alles passt, damit wir die Übergabe der Karte in Wien endlich planen können. Ich freue mich schon darauf!

Beste Grüße, Basti

Jetzt kommen täglich Mails!

Das Spiel ist aus! Die Scammer haben unseren Braten gerochen, und die Stimmung kippt gewaltig. Von höflichem Warten bis hin zur blanken Wut ist alles dabei. Hier sind die drei Phasen des Erwachens für den Blog:

Phase 1: Die höfliche Ungeduld ⏳

In der ersten Mail versuchen sie es noch mit professioneller Zurückhaltung. „Das Geld ist noch nicht da“, schreiben sie, wahrscheinlich während sie alle fünf Minuten die Seite ihres irischen Prepaid-Kontos aktualisieren. Dass Basti kein WhatsApp hat, finden sie zwar schade, aber die Gier nach den 699 Euro lässt sie noch freundlich bleiben.

ich habe gerade Ihre E-Mail erhalten.

Ok. Ich habe Sie nach Ihrer WhatsApp-Nummer gefragt, um Sie so schnell wie möglich kontaktieren zu können.

Das Geld ist noch nicht auf dem Bankkonto eingegangen. Wir warten noch darauf, dass der Betrag auf dem Konto eingeht.

Ich hoffe, bald von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Phase 2: Der „Zustelldienst“ schlägt Alarm 🚨

Plötzlich schaltet sich der mysteriöse „Zustelldienst“ ein. Das ist ein klassischer Trick: Die Betrüger erfinden eine weitere Instanz, um Druck aufzubauen. Sie fordern den „vollständigen Beleg“, weil sie hoffen, in Bastis Photoshop-Kunstwerk doch noch einen Fehler zu finden oder echte Kontodaten zu erspähen. Die Nervosität steigt!

Guten Tag,
ich habe gerade eine E-Mail vom Zustelldienst erhalten, dass die Überweisung nicht auf das Konto eingegangen ist, da das Geld bis jetzt noch nicht angekommen ist.
Ich bitte Sie, mir den vollständigen Überweisungsbeleg zukommen zu lassen.

Ich hoffe, bald von Ihnen zu hören.

Phase 3: Die Maske fällt, „Halten Sie mich für dumm?“ 👺

Jetzt wird es lustig! In der dritten Mail platzt dem „Ingenieur“ der Kragen. Die Erkenntnis, dass sie von einem Lagerarbeiter aus Wien an der Nase herumgeführt wurden, schmerzt offenbar. Die Frage „Halten Sie mich für dumm?“ ist die Krönung der Ironie, wer versucht, „unsichtbare Bankkarten“ zu verkaufen, sollte mit solchen Fragen vorsichtig sein. Basti hat das Duell gewonnen: Die Scammer sind entlarvt und stinksauer.

Guten Tag.
Ich warte noch immer auf Ihre Antwort bezüglich der von Ihnen überwiesenen Kosten. Halten Sie mich für dumm???
Sie haben die Kosten nicht überwiesen, sondern nur ein Papier geschickt und behauptet, Sie hätten eine Überweisung getätigt.

Wir melden den Account bei proton.me

Nachdem die Scammer in ihrer letzten Mail die Beherrschung verloren haben („Halten Sie mich für dumm?“), haben wir das Experiment beendet. Wer versucht, ahnungslosen Menschen mit Märchen über „unsichtbare Bankkarten“ das Geld aus der Tasche zu ziehen, hat auf seriösen Plattformen nichts verloren.

Wir haben den Fall daher offiziell gemeldet. Über das Proton Abuse Formular haben wir den Account superkarte_cyberhacker23@proton.me sowie unsere Dokumentation eingereicht, um sicherzustellen, dass dieser „Ingenieur“ so schnell keine Mails mehr verschickt.

Der Spieß wird umgedreht: Basti ist „beleidigt“ 🙄🎭

Basti geht in die Offensive: Er spielt den empörten Kunden, der sich den rüden Tonfall der Scammer („Halten Sie mich für dumm?“) nicht gefallen lässt.

Die neue Story: Die Bank hat das Geld angeblich zurückgebucht, weil die Daten von „Godstime“ in Irland „unplausibel“ seien. Basti stellt die Profi-Hacker nun als technische Amateure dar, die nicht einmal eine Überweisung unfallfrei empfangen können. Während die Abuse-Meldung läuft, dürfen die Scammer jetzt versuchen, sich bei Basti zu entschuldigen, um doch noch an die Beute zu kommen.

Hallo,

jetzt bleiben Sie mal ganz ruhig! Ich war ein paar Tage beruflich unterwegs und konnte nicht ständig in meine Mails schauen. Dass Sie direkt so unhöflich werden („Halten Sie mich für dumm?“), finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben. Ich versuche hier schließlich, Ihnen eine Menge Geld zu schicken.

Ich habe das gerade bei meiner Bank überprüft: Die Zahlung kam tatsächlich zurück auf mein Konto. Der Bankberater meinte, dass der Verwendungszweck oder die Daten wohl „unplausibel“ waren oder die Empfängerbank in Irland die Annahme verweigert hat.

Ich bin jetzt ehrlich gesagt ziemlich verwirrt, was da genau los ist. Wenn das alles „100 % sicher“ ist, warum klappt dann nicht mal eine einfache Überweisung? Ich wollte die Karte eigentlich unbedingt haben, aber bei dem Tonfall und den technischen Problemen bin ich mir gerade unsicher.

Beste Grüße, Basti

Basti bleibt cool: „Wer Millionen verspricht, sollte zumindest seine IBAN im Griff haben.“ 🐩💸

Das ist ja fast schon rührend! Die Scammer kriechen zu Kreuze und liefern uns gleichzeitig die perfekte Vorlage für das Lehrbuch des Online-Betrugs. Hier sind die Abschnitte für den Blog:


Phase 4: Die „Freunde & Familie“-Finte 🫂🤡

In der ersten Mail präsentieren uns die „Ingenieure“ eine hanebüchene Erklärung für die gescheiterte Zahlung: Der Verwendungszweck war schuld! Basti hätte nicht „Bankkarte“ schreiben dürfen, sondern „Freunde und Familie“.

Guten Tag,

ich habe gerade Ihre E-Mail bezüglich der Kosten erhalten. Ich möchte Sie darüber informieren, dass der Grund für die Rückerstattung darin liegt, dass Sie als Verwendungszweck der Überweisung „Bankkarte” angegeben haben.

Der Verwendungszweck hätte „Freunde und Familie” lauten müssen, damit die Kosten rechtzeitig überwiesen werden.

Ich kann Ihnen versichern, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen, da es zu 100 Prozent sicher ist, okay?

Der wahre Grund: Betrüger lieben diesen Verwendungszweck (besonders bei Diensten wie PayPal), weil er Transaktionen als private Geschenke tarnt. Das macht es für Banken schwerer, Geldwäsche-Alarme auszulösen, und für das Opfer fast unmöglich, das Geld jemals zurückzufordern. Dass Basti und „Godstime“ keine Sandkastenfreunde sind, scheint den Ingenieur nicht zu stören.


Phase 5: Das „Sorry“ des Scammers 🙏🎭

Kurz darauf folgt die große Entschuldigung. Der Scammer gibt sich emotional: Er war „sehr wütend“, weil er so viel „Zeit und Mühe“ investiert habe. Er spielt die Mitleidskarte, um das verlorene Vertrauen wiederherzustellen.

Guten Tag,

ich habe gerade eine E-Mail vom Zustelldienst bezüglich Ihrer Bankkarte erhalten. Ich möchte mich für meine Ausdrucksweise in meiner E-Mail entschuldigen. Ich war sehr wütend, dass ich so viel Zeit und Mühe aufgewendet habe, damit Sie diese Karte erhalten.

Bitte vertrauen Sie mir. Ich versichere Ihnen, dass Sie diese Karte erhalten, sobald diese Kosten erneut mit dem Verwendungszweck „Familie und Freunde” überwiesen wurden.


Basti spielt den „Guten Freund“ 🤝🎭

Nach der rührenden Entschuldigung der Scammer lässt Basti sich (scheinbar) breitschlagen. Er spielt das Spiel mit und verspricht, die Überweisung morgen früh mit dem gewünschten Verwendungszweck „Freunde und Familie“ zu wiederholen.

Hallo,

na gut, Entschuldigung angenommen. Ich war schon kurz davor, die Sache abzublasen, aber ich verstehe ja, dass wir alle nur Menschen sind und man mal gestresst ist.

Dass es am Verwendungszweck lag, ergibt natürlich Sinn, mein Bankberater ist da manchmal echt pingelig. Ich werde morgen früh direkt noch mal zur Bank gehen und die Überweisung mit ‘Freunde und Familie’ neu anstoßen. Dann sollte das Geld ja fix bei Herrn Godstime sein.

Ich melde mich, sobald ich vom Schalter zurück bin!

Beste Grüße, Basti

Wir lassen die „Ingenieure“ in dem Glauben, dass der große Zahltag kurz bevorsteht, ein klassisches Beispiel dafür, wie man Scammer so lange wie möglich hinhält, damit sie in dieser Zeit keine echten Opfer abkassieren können. 🕵️‍♂️⏳

Bis dahin hoffen wir, dass der E-Mail-Anbieter den Account sperrt!

Das ist das perfekte Ende für unseren Krimi! Hier ist der passende Text für den Blog, inklusive dem Lob für Proton:


Aus die Maus, die E-Mail-Adresse der Scammer wird gesperrt!

Manchmal gewinnt eben doch die Gerechtigkeit, oder in diesem Fall: die Security-Abteilung. Nachdem Basti die „Ingenieure“ lange genug hingehalten hat, kam die erlösende Nachricht von Proton.

Ein großes Lob geht an das Team von Proton Mail. Auf unsere Abuse-Meldung wurde blitzschnell reagiert. Das Unternehmen zeigt damit Kante gegen Cyberkriminalität und beweist, dass verschlüsselte Kommunikation kein Freifahrtschein für Betrüger ist. Die Antwort war kurz und schmerzlos:

Thank you for reporting this to our team. We can confirm that the indicated Proton Mail address has been disabled in accordance with our terms of service (https://proton.me/legal/terms) so it is no longer operational.

Ein Versuch, den Scammern noch eine letzte Nachricht zu senden, um sich nach dem Wohlbefinden von „Godstime“ zu erkundigen, quittiert das System nun mit einer digitalen Sackgasse:

Sorry, we were unable to deliver your message to the following address. superkarte_cyberhacker23@proton.me: 550: 5.1.1 superkarte_cyberhacker23@proton.me: Recipient address rejected: Address is not configured to receive emails


Das Fazit der Redaktion 🏁

Basti hat seine 699 Euro noch, Rudi bekommt trotzdem sein Leckerli, und ein Betrüger-Account weniger verpestet das Netz. Unser Experiment zeigt: Skepsis ist der beste Schutz. Sobald jemand „Vorkasse“, „illegale Bankkarten“ oder „Freunde und Familie“-Überweisungen fordert, sollte man den Stecker ziehen.


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