Der „Manuel Franco“ Schmäh: Wenn Spam blöder ist als ich nach 5 Bier.
Inhalt
1,8 Millionen Euro Spende? Geh bitte! 😂 Da sitz ich gemütlich beim Bier und krieg Post von einem angeblichen Millionär. 🍻 Dieser Scam ist schlechter als warmes Dosenbier. Ich zerleg den Blödsinn mal für euch, bevor ihr drauf reinfallts!
Die E-Mail von manuelfranco095@outlook.com
Geh bitte, schauts euch diesen Schas an. Da meint der Hawara echt, ich bin auf der Nudelsuppn dahergschwommen. 🍜 Hier ist das „Meisterwerk“ der Dichtkunst, das in meinem Postfach gelandet ist (gleich zwischen der Werbung für Potenzmittel und dem Newsletter vom Pudel-Verein):
Hallo, ich habe Ihnen 1.800.000 € gespendet. Dies ist bereits meine zweite Kontaktaufnahme. Bitte kontaktieren Sie mich unter meiner privaten E-Mail-Adresse manuelfranco095@outlook.com.
Unsere Analyse (nach 3 Bier): 🍺
- 1,8 Mille? Ja sicher! Und ich bin die Sissi. 👸 Wer verschenkt so viel Marie an einen einfachen Lageristen aus Wien? Fix niemand. Nicht mal wenn er bsoffen ist.
- „Zweite Kontaktaufnahme“: Jaja, mach mir nur ein schlechtes Gewissen! 🙄 Als ob ich drauf gewartet hätt. Wahrscheinlich hab ich die erste Mail gelöscht, weil ich dachte, es ist wieder Werbung für Katzenfutter (Rudi hasst Katzen 🐱).
- Die Outlook-Adresse: Der Typ hat fast 2 Millionen zu verschenken, aber keine 10 Euro für eine gscheite Domain?
outlook.com? Ernsthaft? Das wirkt so seriös wie ein Hütchenspieler am Prater. 🎡
Natürlichh haken wir mal nach:
Bitte was, um was geht es?
Die Scammer schreiben zurück… (Na servas!) 📨🤡
Ich hab’s ja fast provoziert, oder? Da schick ich dem „Manuel“ eine Antwort, nur um zu schauen, was passiert, und zack! Die Antwort ist da. Die lassen echt nicht locker, die Gfraster.
Hier ist die Kurzfassung von dem Topfen, den er mir diesmal geschickt hat:
- Der Identitäts-Schmäh: Er besteht drauf: Er ist der echte Manuel Franco aus Wisconsin, USA. Der Typ, der den 768-Millionen-Jackpot geknackt hat. 🇺🇸
- Der „Zufalls-Treffer“: Angeblich hat er mich in einer „globalen E-Mail-Datenbank“ gefunden. Ja sicher, genau zwischen Elon Musk und dem Weihnachtsmann. 🎅
- Der Video-Beweis: Er schickt mir ganz stolz einen YouTube-Link vom echten Gewinner-Interview. Das soll wohl beweisen, dass er am Computer sitzt. (Spoiler: Tut er nicht. Das Video kann ja jeder kopieren, du Wappler! 📺)
- Die Falle: Jetzt geht’s ans Eingemachte. Er will meinen Namen, meine Telefonnummer und wissen, aus welchem Land ich komme. Damit er mich danach wahrscheinlich mit Anrufen terrorisieren kann. 📞
- Die Mitleids-Nummer: Und damit ich mich auch ja verpflichtet fühle, faselt er was davon, dass ich das Geld für „Waisenkinder und Wohltätigkeit“ nutzen soll. 🥺 Der klassische Druck auf die Tränendrüse.
Hallo,
ich bestätige den Erhalt Ihrer E-Mail. Mein Name ist Manuel Franco, ich stamme aus Milwaukee County, Wisconsin, USA. Ich bin der Gewinner des 768-Millionen-Dollar-Jackpots der US-amerikanischen Powerball™-Lotterie. Ihre E-Mail wurde zufällig aus einer globalen E-Mail-Datenbank ausgewählt, und Sie wurden ausgewählt, um 1.800.000,00 € zu erhalten. Zur Bestätigung besuchen Sie bitte: https://www.youtube.com/watch?v=R_pDrt1np1U
Um die Auszahlung der Ihnen exklusiv zugedachten 1.800.000,00 € zu veranlassen, senden Sie mir bitte die untenstehenden Informationen.
BENÖTIGTE INFORMATIONEN:
Name:
Telefonnummer:
Land:Diese Spende soll Ihnen helfen, Ihre persönlichen Angelegenheiten zu regeln und uns vor allem dabei unterstützen, Bedürftigen, Waisenkindern und Wohltätigkeitsorganisationen in Ihrer Region großzügig zu helfen. Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie dieses Geld nicht verwalten können, teilen Sie mir dies bitte umgehend mit.
Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Ich freue mich, bald von Ihnen zu hören.
Fazit: Viel Blabla, ein geklautes Video und der Versuch, meine Daten abzugreifen. Der Rudi knurrt den Bildschirm schon an. Recht hat er! 🐩
Manuel Franco: Den gibt’s wirklich (leider!) 🇺🇸💰
Ja, den Burschen gibt’s tatsächlich. 2019 hat der echte Manuel in den USA satte 768 Millionen Dollar im Lotto abgeräumt.
Warum die Scammer ihn so lieben: Die Betrüger sind ja nicht ganz deppat. Sie wissen genau: Ihr googelt den Namen, findet echte Nachrichtenartikel über den Gewinn und denkt euch: „Oida, das stimmt ja!“ 😲
Das ist der Trick: Sie leihen sich seine Glaubwürdigkeit. Aber glaubt mir: Der echte Manuel hat Anwälte und Finanzberater. Der schreibt sicher keine Mails von einer Gratis-Outlook-Adresse an wildfremde Wiener Lageristen. Der liegt am Strand und lacht sich eins! 🏖️🍹
Basti antwortet ✍️
Na gut, ich konnt’s mir nicht verkneifen. Der Rudi hat zwar den Kopf geschüttelt, aber ich wollte dem „Lotto-König“ mal ein bisserl auf den Zahn fühlen. Ich hab ihm zurückgeschrieben, aber natürlich mit der gesunden Wiener Skepsis, die mir in die Wiege (und ins Bierglas) gelegt wurde.
Hier ist meine Antwort an den Herrn Millionär:
Servus Manuel,
danke für deine Nachricht und das Video. Hab ich mir angeschaut, schaut ja ganz nett aus.
Aber ganz ehrlich, Manuel: Ich bin ein einfacher Lagerist, aber nicht auf der Nudelsuppn dahergschwommen. Bei uns in Wien gilt die eiserne Regel: Niemand hat was zu verschenken. Nicht mal der eigene Bruder, und schon gar kein Millionär aus Amerika.
Umsonst ist nur der Tod, und der kostet das Leben, kennst du das Sprichwort?
Bevor ich dir jetzt meine ganzen privaten Daten schicke (Telefonnummer und so weiter), bin ich lieber vorsichtig. Wo ist der Haken an der Gschicht? Musst du Geld waschen? Oder warum genau ich?
Ich bin skeptisch. Überzeug mich mal.
Grüße aus Wien,
Sebastian
Bastis Plan: Schau ma mal, wie er darauf reagiert, wenn man ihm nicht sofort um den Hals fällt. Wetten, er wird jetzt erst richtig aufdringlich? 🎣
Fazit: Der Manuel hat mich geghostet! 👻🚫
Tja, Leute. Es ist passiert. Funkstille. Seit meiner letzten Mail herrscht Ruhe im Karton. Der „Millionär“ meldet sich nimmer. Hat er vielleicht sein Passwort für die Outlook-Adresse vergessen? Oder ist ihm das Guthaben am Prepaid-Handy ausgegangen? 🤔
Die Wahrheit ist: Betrüger betreiben Massenabfertigung. Die suchen Opfer, die vor lauter Gier sofort das Hirn ausschalten. Sobald einer wie ich kommt und fragt: „Heast, wo ist der Haken?“, wissen die sofort: Bei dem ist nix zu holen. Das ist denen zu anstrengend. Ich bin schlecht fürs Geschäft.
Was lernen wir daraus?
- Wenn ihr Fragen stellt, hauen die Ratten ab. 🐀
- Ignorieren ist immer noch die beste Waffe.
- Ich bleib zwar arm, aber dafür hab ich meine Daten noch.
In diesem Sinne Prost! 🍻
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