Vom Dackel-Club zum Millionär: Hugos 300-Millionen-Ding 🐕💰
Inhalt
Man kennt das: Man sitzt im Vereinsheim des BMW-Schrauber-Clubs Wanne-Eickel, hat das dritte Herrengedeck intus und poliert gerade geistig die Felgen vom E36, da ploppt eine Mail auf. Absender: Ein gewisser „Brian Moynihan“. Klingt wichtig, fast wie der Typ, der bei der letzten Weihnachtsfeier die Zapfanlage repariert hat, ist aber laut Google der Chef der Bank of America. Und der Gute hat Neuigkeiten, die Hugos Leben zwischen Dackelzucht und Doppelvergaser komplett auf links drehen könnten.
Die E-Mail von bankofamerica5839@gmail.com
300.000.000,00 US-Dollar. In Worten: Dreihundert Millionen Taler. Einfach so. Von der UN. Wahrscheinlich als Entschädigung dafür, dass die Currywurst-Preise an der Bude am Eck wieder angezogen haben. 🌭💸
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1 id copy:
2 Full Names :
3 Home Address:
4 Mobile Number :
5 Occupation :
Note: You have to send your information to enable us create your online banking account today and issue you the login details.
SIGNED
Mr Brian Moynihan
BOA President
Email us
bankofamerica5839@gmail.com
Der Haken? Brian (der scheinbar in seiner Freizeit auf eine @gmail.com-Adresse umgestiegen ist – man muss ja sparen!) braucht Hugos Daten. Ausweis, Adresse, Beruf. Hugo, dessen IQ knapp über der Betriebstemperatur eines Kühlwasserbehälters liegt, ist natürlich sofort Feuer und Flamme. Endlich eine vergoldete Leine für Dackel „Waldi“ und eine Zapfanlage im Kofferraum!
Aber wir wissen ja: Wenn dir jemand im Internet 300 Millionen schenken will, ist das meistens so seriös wie eine TÜV-Plakette, die mit dem Edding gemalt wurde. 🤡
Der Köder ist ausgelegt: Hugo geht „All-In“ 🎣
Nachdem Hugo sich den ersten Schock mit einem Kurzen runtergespült hat, greift er zur Tastatur. Die Taktik: Begeisterter Vollpfosten. Wer 300 Millionen verschenkt, der erwartet schließlich jemanden, der vor Glück die Bodenhaftung verliert – und Hugo liefert!
Tach Brian,
Alter, ich fall vom Glauben ab! 300 Millionen Dollar?! Is dat echt kein Scherz? Davon kann ich ja ganz Wanne-Eickel auf links ziehen und ne vergoldete Zapfanlage in meinen BMW bauen! 🏎️💰
Ich bin total platt. Aber sag mal ehrlich unter Kumpels: Is dat wirklich echt? Nicht dat mich die Jungs vom Dackel-Club hier veräppeln. 🐕
Schick mir mal kurz ’ne Bestätigung, dass die Kohle wirklich da liegt, dann such ich sofort meinen Ausweis aus der Werkstatt raus!
Prost,
Hugo
Wir sind gespannt, ob die Scammer anbeissen, wenn Hugo mit dem Dackel-Club wedelt. Eines ist sicher: Das wird teurer als eine Generalüberholung beim E36! 🛠️🍻
Fazit: Funkstille im Postfach – Brian, wat is los? 📉🤫
Tja, Freunde der gepflegten Unterhaltung, es sieht so aus, als hätte Hugo unseren „Präsidenten“ Brian mit seiner Begeisterung für Dackel und Currywurst in die Flucht geschlagen. Seit Hugos Mail mit der Frage nach den Goldbarren und der vergoldeten Zapfanlage herrscht im Postfach herbe Funkstille.
Woran hat’s gelegen? Wahrscheinlich war Hugos BMW-Fachwissen oder die Erwähnung des Wanne-Eickeler Dackel-Clubs eine Nummer zu hoch für die Herrschaften. Oder – und das ist wahrscheinlicher – die Scammer haben gemerkt, dass bei Hugo außer einer Altölsammlung und einem gut gelaunten Vierbeiner nichts zu holen ist.
Was wir daraus lernen:
- Kein Druck: Scammer hassen es, wenn man nicht sofort spurt, sondern mit dämlichen Gegenfragen kommt.
- Humor schlägt Gier: Sobald man den Spieß umdreht und die Geschichte ins Lächerliche zieht, verlieren die Profi-Abzocker das Interesse. Zeit ist für die schließlich Geld (oder zumindest Steam-Gutscheine).
Hugo sitzt jedenfalls immer noch im Vereinsheim, trinkt sein Pils und wartet auf die 300 Millionen. Aber keine Sorge: Er hat die Goldfarbe für die Felgen schon mal vorsorglich im Baumarkt stehen lassen.
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