Über Acapio
Auf Acapio geht es um Phishing, Vorschussbetrug, Fake-Shops, gefälschte Banken und andere Betrugsmaschen aus dem Internet. Wir dokumentieren, wie die Täter vorgehen, woran sich ihre Geschichten erkennen lassen und was passiert, wenn man kritisch nachfragt.
Dabei darf es auch etwas zu lachen geben. Hinter den oft absurden Geschichten steckt jedoch ein ernstes Thema: Betrüger versuchen, an Geld, Zugangsdaten oder persönliche Informationen zu gelangen.
Wer schreibt die Artikel?
Die Artikel auf Acapio schreibt Andy Dunkel.
Andy ist Softwareentwickler und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Computern, Betriebssystemen, Webentwicklung und IT-Sicherheit. Neben der Programmierung veröffentlicht er technische Anleitungen, Blogartikel und Videos. Sein Ziel ist es, technische Themen verständlich und möglichst praxisnah zu erklären.
Auf Acapio verbindet er diese Erfahrung mit einer gewissen Neugier: Wie reagieren Scammer auf Rückfragen? Wie lange halten ihre Geschichten stand? Und welche technischen Spuren hinterlassen gefälschte Webseiten, Dokumente und E-Mails?
Weitere technische Beiträge von Andy erscheinen im eKiwi-Blog.
Wie untersuchen wir Scams?
Ausgangspunkt sind meist tatsächlich empfangene E-Mails, Nachrichten, Webseiten oder Dokumente. Je nach Fall untersuchen wir unter anderem:
- Absenderadressen, Links und Domains
- technische und inhaltliche Auffälligkeiten
- angebliche Unternehmen, Banken oder Behörden
- Bilder, Dokumente und öffentlich überprüfbare Angaben
- typische Forderungen nach Geld, Zugangsdaten oder persönlichen Informationen
- den weiteren Verlauf, wenn wir mit einer erfundenen Identität antworten
Manchmal melden wir betrügerische Webseiten außerdem beim zuständigen Hosting-Anbieter oder Domain-Registrar.
Unsere Artikel sind keine behördlichen Ermittlungen und ersetzen keine individuelle Rechts- oder Sicherheitsberatung. Sie sollen Betrugsmaschen nachvollziehbar machen und dabei helfen, ähnliche Nachrichten schneller zu erkennen.
In welcher Sicherheitsumgebung arbeiten wir?
Nicht jede Scam-Mail erfordert ein besonderes Testsystem. Auf gewöhnliche Phishing- oder Betrugsmails antworten wir lediglich per E-Mail, ohne verdächtige Anhänge oder Programme auszuführen.
Technisch kritische Inhalte untersuchen wir dagegen unter Linux und getrennt vom normalen Arbeitsumfeld. Je nach Fall kommt dafür auch eine virtuelle Maschine zum Einsatz. Trotzdem gibt es keine vollkommen risikofreie Umgebung. Wir raten deshalb ausdrücklich davon ab, verdächtige Links, Anhänge oder Programme selbst zu öffnen.
Wie sich beispielsweise Lubuntu in VirtualBox als separates Testsystem einrichten lässt, zeigt unsere Anleitung im eKiwi-Blog.
Werden Namen und Daten anonymisiert?
Persönliche Daten werden abhängig vom Zusammenhang anonymisiert. Daten unbeteiligter Personen machen wir nach Möglichkeit unkenntlich. Die von Betrügern verwendeten Namen, Fotos und Ausweisdokumente sind häufig erfunden oder von anderen Menschen gestohlen. Sie belegen daher nicht, wer tatsächlich hinter einer Nachricht steckt.
Einige Angaben lassen wir bewusst sichtbar, wenn sie bei der Erkennung weiterer Betrugsversuche helfen. Dazu können insbesondere Bankverbindungen, IBANs, E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Domains gehören. Wer beispielsweise nach einer verdächtigen IBAN sucht, soll dadurch auf die dokumentierte Betrugsmasche stoßen können.
Wann werden Artikel aktualisiert?
Viele Betrugsversuche enden nicht mit der ersten Nachricht. Wenn weitere Antworten, Dokumente, Zahlungsforderungen oder andere neue Erkenntnisse eintreffen, ergänzen wir den jeweiligen Artikel. Dadurch können sich einzelne Geschichten über mehrere Tage oder Wochen weiterentwickeln.
Was ist Unterhaltung und was ist Recherche?
Die erhaltenen Nachrichten, Dokumente, Webseiten und Reaktionen der Scammer bilden die dokumentarische Grundlage unserer Artikel. Technische Angaben und Informationen über angebliche Unternehmen oder Institutionen überprüfen wir, soweit dies mit öffentlich zugänglichen Quellen möglich ist.
Unsere Antworten an die Scammer entstehen häufig unter erfundenen Namen und enthalten bewusst humorvolle oder absurde Elemente. Auch die Kommentare und Überschriften der Artikel dürfen satirisch sein.
Die Masche und ihre dokumentierten Spuren sind echt – unsere Rollen, Zuspitzungen und Kommentare dienen auch der Unterhaltung.
Trotz sorgfältiger Prüfung können Einschätzungen unvollständig sein oder sich später ändern. Hinweise, Ergänzungen und Korrekturen sind deshalb jederzeit willkommen. Unsere E-Mail-Adresse steht im Impressum.