Webseiten und Funktionen für kleine Unternehmen

Wer heute als Klein- oder größerer Unternehmer loslegt, der braucht einen ganzen Satz an Werkzeugen, Software und Lösungen um effektiv arbeiten zu können. Ich nehme das nur noch selten wahr. Nach über 15 Jahren nebenberuflicher Selbstständigkeit haben sich die Prozesse eingeschliffen, die Software wurde gefunden und auch die Webseite läuft meist rund. Waren am Anfang noch viele Schritte von Hand zu erledigen, bestellen unsere Kunden heute die Software, zahlen online und die Abwicklung und Rechnungserstellung übernimmt ein Dienstleister. Vereinfacht gesagt müssen wir hier nur noch das Geld kassieren. Der Traum vom passiven Einkommen! OK, ganz so einfach ist es am Ende nicht, aber ich kann mich auf meine Kernaufgaben kümmern: die Produkte, deren Verbesserung und dem Support.

Die Anforderungen sind heute auch nicht weniger geworden. Anfang der 2000er fingen die Leute gerade an das Internet zu erkunden. Wer bisher nur Briefe schrieb, dem machte es nichts aus, wenn die Antwort auf die E-Mail ein paar Tage auf sich warten ließ. Heute haben wir Whatsapp und werden nervös, wenn nach 10 Minuten noch keine Lesebestätigung (inklusive Antwort) erfolgt ist. Auch andere soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram wollen bespielt werden.

Bei einer Bestellung sind wir es gewohnt den Zugang zu digitalen Inhalten gleich zu bekommen. Der Rest hat in ein oder zwei Tagen spätestens da zu sein. Bei meiner letzten Softwarebestellung saß ich perplex vor dem Rechner, als mir mitgeteilt worden ist, dass die Bestellung übermittelt worden sei und man sich per E-Mail bei mir meldet.

Trotzdem sollte man vor den Aufgaben nicht kapitulieren. Die erste und wichtigste Frage: was brauche ich? Möchte ich nebenbei nur selbst gehäkelte Topflappen verkaufen und gehe von wenigen Bestellungen pro Monat aus? Hier kann ich anders starten, als das hippe Startup mit vielen tausend Bestellungen von Anfang an. Hier kann ich dann im Zweifelsfall auch erstmal die Rechnungen von Hand schreiben. Mit der Option im Hinterkopf auf eine bessere Lösung umzustellen, falls das Produkt durchstartet.

Will man etwas mehr, gehen die Feinheiten los: Wie erstellt man Rechnungen, wo speichert man die Kontaktdaten der Kunden? Biete ich einen Newsletter an? Wie verbinde ich das mit dem Online-Shop? Wie kann ich welche Zahlungsoptionen anbieten? Wie trete ich mit meinen Kunden in Kontakt? Wie binde ich soziale Netzwerke ein.

Und wie arbeitet dies alles zusammen? Automatisierung ist hier angesagt: der Online-Shop kann gleich die Zahlungsabwicklung übernehmen, die Rechnung erstellen und den Kunden informieren. Verwaltung der Kundendaten inklusive.

Fertige Lösungen

Glück hat, wer seine Homepage bereits bei Anbietern wie Wix.com erstellt hat. Ich bin regelmäßig beeindruckt, welche Funktionen und Tools für Unternehmen hier mittlerweile zum kleinen Preis angeboten werden. Wer noch nicht dort angemeldet ist, kann dies kostenlos tun und sich dort eine Homepage erstellen.

Hier gibt es neben dem Homepagesystem auch weitere Tools, welche nützliche Funktionen für den Unternehmer bereit stellen. Der Online-Shop kann gleich die Rechnungen erzeugen. Zahlungsoptionen sind direkt integriert, vom einfachen Paypal-Button bis hin zur Zahlungsabwicklung mittels Kreditkarte.

Der Besitzer der Ferienwohnung kann ein Buchungssystem bereitstellen. Dies wirkt nicht nur professionell sondern erlaubt dem Anwender auch gleich online nach verfügbaren Tagen zu schauen und gleich zu buchen. Alles kann online konfiguriert und eingerichtet werden. Die Zimmer werden angelegt, maximale Anzahl der Betten, Ausstattung und natürlich Fotos.

Für Veranstalter gibt es ein aquivalentes System für den Verkauf von Tickets. Oder die Online-Reservierung für Restaurants und Bars.

Auch direkte Möglichkeiten mit den Besuchern der Webseite in Kontakt zu treten gibt es in Form von Wix Engage. Besucher können Fragen stellen und Sie antworten direkt in Chat-Form. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei guten und schnellen Support die Kunden schneller die Produkte kaufen.

Der große Vorteil dieser Lösung: die Funktionen lassen sich jederzeit aktivieren und nutzen. Auch um Updates und Sicherheit muss man sich nicht selbst kümmern. Die Weiterentwicklung übernimmt der Anbieter. Man setzt so stets die neueste Version des Tools ein. Gibt es eine neue Funktion profitieren Sie und Ihre Kunden sofort davon. Der lokale PC braucht keine installierte Software mehr. Zugriff gibt es über jeden Computer mit Internetzugang, Tablett oder sogar dem Smartphone von unterwegs.

Da alles "aus einer Hand" kommt, ist die Integration problemlos. Meist beschränkt sich das Hinzufügen einer neuen Funktion, wie z.B. einer Paypal-Zahlung, auf ein Drag & Drop in die Homepage. Mit anschließender Konfiguration. Somit sieht am Ende alles professionell und aus einem Guss aus. Braucht man eine Funktion irgendwann nicht mehr, kann diese auch genauso schnell wieder entfernt werden.

Bei Unternehmenswachstum kann man mittels der Zugangsverwaltung neuen Mitarbeitern Zugriff auf das System erlauben. Damit diese nicht alles sehen und verändern können, gibt es granulare Einstellmöglichkeiten für die Zugriffsrechte.

Dies waren nur ein paar Beispiele und Ideen. Im App-Markt warten hunderte weitere Möglichkeiten die Webseite und Ihr Business um Funktionen zu erweitern.

Selbst bauen

Eine Lösung für welche wir uns früher oft entschieden haben, war alles selbst zu machen. Für Online-Shops gibt es fertige Scripte, welche auf dem eigenen Webspace installiert werden können. Während wir früher Zahlungssysteme noch selbst integrieren mussten, gibt es hier mittlerweile Plugins für alle möglichen Funktionen. Wer technisch versiert ist, kann fehlende Funktionen mit entsprechendem Aufwand selbst dazu programmieren.

Die Nachteile von selbst gehosteten Lösungen sollen nicht unerwähnt bleiben. Wir haben früher unzählige Stunden in die Weiterentwicklung unseres Shopsystems investiert, statt in unsere eigenen Produkte. Selbst entwickelte Funktionen sind auch bei jedem Update des Systems problematisch und müssen angepasst werden. Dies ist der Grund, warum dies mittlerweile bei uns ein Dienstleister übernimmt.

Auch regelmäßige Überprüfung der Systeme auf Sicherheitsupdates ist Pflicht. Breit eingesetzte Shop, Ticket und Supportsysteme haben hier und da Sicherheitslücken, welche nach dem Bekanntwerden schnell ausgenutzt werden. Subjektiv fällt das Kind auch meist spät am Abend oder am Wochenende in den sprichwörtlichen Brunnen.

Die Technik selbst zu betreiben muss man können und auch wollen.

Fazit

Egal ob man sich entscheidet. Ob selbstgehostete Lösung oder eine fertige Cloud-Lösung wie Wix.com, denken Sie weiter als die Marktbegleiter und bieten Sie den Service, den andere nicht bieten. Verzetteln Sie sich auch nicht in Details mit einer eigenen Umsetzung, oft ist ein Dienstleister die beste Option und Sie konzentrieren sich auf Ihre Kernkompetenz.

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