Gründe warum du nichts mit Deinem Online-Shop verdienst

Man hat eine tollte Idee, ein super Produkt oder einen klasse Service anzubieten oder vielleicht ist man einfach auch nur ein örtlicher Tante-Emma-Laden und weil die Kundschaft in der Provinz so langsam das Zeitliche segnet und der Nachwuchs schon lange in die Metropolen geflüchtet ist, sucht man nach neuen Vertriebswegen. Mal abgesehen von letzterem ist es heute ein uneingeschränktes Muss auch im Internet präsent zu sein. Und was liegt da nicht näher als einen eigenen Online-Shop zu betreiben. Jedoch sollte man diesen Schritt nicht zu blauäugig angehen und sich zuvor mit der Materie ein wenig auseinandersetzen, selbst wenn man den Online Laden von einem professionellen Unternehmen aufsetzen lässt. Denn allzu schnell ist irgendein Shop-System aufgesetzt, in der Eile der Zeit noch ein paar flüchtige Produktbeschreibungen eingestellt und nun sitzt man vor seinem E-Mail-Postfach und auf einem Haufen leerer versandfertiger Kartons und nichts passiert. Und dieser „worst case“ kann einen auch ereilen, wenn man beim Aufsetzen des Shops alles richtig gemacht hat. Bevor man überhaupt die ersten Gedanken an den Shop verschwendet, muss man sich erst einmal über ein paar Fragen klar werden, die richtungsweisend für Aufbau, Gestaltung, Handling und Design des Shops sind.

Das Produkt?

Habe ich ein oder mehrere Produkte die ich vertreiben möchte. Habe ich ein einzelnes Produkt so bietet sich eine Landing-Page an, welche alle zentralen Informationen zum Produkt bereithält und auch gleich direkt über einen Button die Kaufoption anbietet.

Screenshot eines Shop-Template für eine Landing-Page

Habe ich mehrere Produkte zu verkaufen, muss ich mir Gedanken machen, wie ich diese geschickt präsentiere und den Benutzer führe. Auf jeden Fall wird der Shop ganz anders aussehen und andere Anforderungen erfüllen müssen als bei einem Einzelprodukt.

Zahlungsmethoden?

Ziemlich eng mit der Verkaufsware verknüpft ist die Frage, welche Zahlungsmethoden man mindestens anbieten muss. Man könnte sagen, möglichst alle, um keinen Kunden zu verprellen. Jedoch haben einige Zahlungsmethoden ihre technischen Finessen bei der Online-Implementierung und andere sind mit Verträgen und Gebühren für den Verkäufer verbunden, wie z.B. SofortÜberweisung oder Kreditkarte.

Kundschaft?

Wer ist meine Zielgruppe? Welche Personen kaufen mein Produkt und wie alt sind diese Personen. Ist man sich dessen bewusst, kann man das Design und Thema des Shops entsprechend auslegen. Habe ich eine breit gefächerte Kundschaft, wie z.B. bei einem Angelshop, so kann das Design relativ neutral sein aber nicht zu feminin. Dass ich beim Harley Davidson Ersatzteileladen keine rosa Farbtöne wählen sollte, erklärt sich fast von selbst.

Domain?

Das Thema des Online Shops sollte sich auch möglichst im Domainnamen wiederspiegeln, so dass sich Benutzer diesen gut merken können, um bei Bedarf schnell wieder zu kommen. Oft liest man auch, dass der Domainname kurz und kreativ und damit möglichst einprägsam sein sollte. Jedoch sind solche Domainnamen immer seltener zu bekommen. Und ich denke, z.B. www.strickpullis.com ist auch nicht schlecht, wenn man Omas selbstgehäkelte Kleidungsstücke verscherbeln will. (Übrigens noch zu haben Stand Juni 2016).

Eigennutz?

Denken Sie auch an sich oder die Mitarbeiterkosten. Ein gutes Shop-System sollte Ihnen so viel wie möglich Arbeit abnehmen. Man stelle sich vor, man muss für jede Bestellung händisch eine Rechnung oder Lieferschein erstellen. Ab einer bestimmten Anzahl von Bestellungen ist dieser Aufwand kaum noch zu rechtfertigen. Ein gutes Shop-System muss deswegen Mechanismen bieten, die eine weitgehend automatisierte Bestellabwicklung erlauben.

Nun hat man beim Shop alles richtig gemacht und es kommen immer noch keine Kunden. Nun ja: ich kann ein 5-Sterne-Restaurant in einem urbayrischen 300-Einwohnerdorf errichten. Wenn keine Kundschaft da ist, wird auch das gute Iberico Schweinefleisch madig. Deswegen ist die nächste, kontinuierliche Aufgabe…Kunden, Kunden, Kunden…also Marketing.

Marketing ist auch ein Thema für sich. Da kann man viel Geld versenken für wenig Kundschaft. Deswegen sollte man sich diesem Thema genauso sorgfältig widmen, wie dem Aufsetzen des Shops.

  • Welche Markting-Methoden und Strategien gibt es?
  • Was kostet mich die jeweilige Methode an Zeit und Geld?
  • Welche Effekte erziele ich damit?

Um möglichst viele integrierte Features in Bezug auf das Shop-System sowie Marketing nutzen zu können, kann man sich einer der ausgereiften Homepage-Baukästen bedienen. Ein Partner in diesem Segment ist Wix.com. Der Internetauftritt lässt sich dort intuitiv zusammenklicken über Drag&Drop. Dafür wählt man aus einer großen Anzahl vorgefertigter Templates die passende Vorlage aus, welche sich auf gut für Landing-Pages eignen. Bestimmte Berufsgruppen, wie Gastronomen oder Musiker finden auch passende für ihren Bereich angepasste Lösungen. Es lässt sich aber auch ein normaler Online-Shop einbinden. Dieser ist optimiert für alle Endgeräte, wie Smartphone, Pad und Desktop-PC und bietet verschiedene Designs zur Präsentation von Produkten, wie z.B. eine Produktgalerie. Vorteilhaft ist, dass bereits mehrere Zahlungsmethoden integriert sind, wie Paypal oder Kreditkarte. Hat man Produkte zu versenden, auch international, so unterstützt das Shop-System von Wix.com bei der Preisfindung für die Versand- und Portokosten. Wie schon erwähnt, ist es bedeutsam, dass das Shopsystem einem möglichst viel Arbeit abnimmt, auch organisatorischer Natur, so dass man immer den Überblick behält. Dafür bieten die Shops von WixStores eine entsprechende Oberfläche zur Shop-Verwaltung. Mit dieser findet man alle Bestellungen und deren Details in einer Übersicht. Ebenfalls in der Shop-Verwaltung kann man den Warenbestand organisieren, um zum Beispiel darzustellen wie viele Produkte von einer bestimmten Farbe oder Größe noch verfügbar sind. So kann es nicht passieren, dass Produkte bestellt werden, die gar nicht mehr auf Lager sind. Um mit seinen Kunden in Kontakt zu bleiben (Stichwort Marketing) kann die sogenannte „Shoutout“-Funktion genutzt werden. Dabei handelt es sich um ein integriertes Newsletter-System mit welchem Kunden z.B. über Produktneuheiten, Sonderangebote oder Aktionsrabatte informiert werden können.

Screenshot einer Modeshop-Gallerie

Nun liest sich das wie eine Handlungsempfehlung, während die Überschrift eine Negativliste suggeriert, was man alles falsch machen kann. Das ist jedoch eine Menge:

  • zu lange Ladezeit: Der Kunde ist schneller bei der Konkurrenz als die Seite geladen ist
  • schlechte Menüführung: Der Kunde verzettelt sich in tausend Untermenüs und findet sein Produkt nicht oder gar den Bestellbutton nicht auf Anhieb.
  • schlechtes Design am besten eins aus den 90ern.
  • kein angemessener Bekanntheitsgrad.
  • eine fehlende Zahlungsmethode und der Kunde bricht ggf. den Bestellvorgang ab
  • zu wenig Kundenkontakt: schnelles Antworten auf Kundenanfragen ist Pflicht, am besten man bietet im Shop noch eine Chat-Funktion an
  • schneller Versand: schließlich muss man sich gegenüber den Großen wie Amazon behaupten, bei denen der Artikel meist zwei Tage nach Bestellung beim Kunden eintrifft.
  • keine Möglichkeit der Kundenregistrierung (besonders wichtig für wiederkehrende Kunden)
  • umgekehrt keine Möglichkeit für eine einfache Gastbestellungen ohne Registrierung. Der Kunde ist ggf. genervt, dass er schon wieder ein Username und Passwort festlegen soll und dies ggf. noch bestätigen muss.
  • keine Bewertungen und Rezensionen von Produkten. Viele Kunden achten darauf, dass möglichst fünf Sternchen leuchten.

Diese Liste ließe sich natürlich noch viel weiter führen und detaillierter untergliedern. Das Resumee ist jedoch, dass man nicht einfach „lospoltern“ sollte, sondern die einzelnen Schritte vorher gut durchdenken. Und ein Blick über den Gartenzaun, was sich so beim Nachbarn bisher bewährt hat, kann ebenfalls nicht schaden.

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