E-Mail-Marketing: Kundenbindung durch gute Newsletter

E-Mail Marketing kann eine weitere erfolgsbringende Marketing-Strategie sein und kann, wenn man sie richtig einsetzt, neue Kunden bringen oder bestehende Kunden binden. Es ist jedoch ein schmaler Grat, denn über dem E-Mail Marketing schwebt das Damoklesschwert, welches schnell alle Erfolgsversprechungen ins Gegenteil umkehren kann. Schnell ist der Empfänger genervt über ungefragte Mails oder einen vollen Spamordner. Oder man geht die finanzielle Gefahr einer Abmahnung auf Unterlassung ein.

An wen darf ich E-Mails versenden

In Deutschland gibt es verschiedene Paragraphen, mit denen eine Privatperson oder auch Unternehmen eine Abmahnung erwirken können, wenn sie unverlangt zugesandte Werbung erhalten. Aus diesem Grund sollte die allererste Regel beim E-Mail Marketing sein, nur Personen mit Werbung zu behelligen, die dem ausdrücklich zugestimmt haben. Diese Zustimmung kann man im Rahmen eines Bestellprozesses oder über ein separat dafür gefertigtes Formular erfragen und in einer Datenbank speichern. Bei dieser Vorgehensweise spricht man auch oft vom Double-opt-in-Verfahren. Wichtig ist, dass man dem User auch die Möglichkeit anbietet, die Zustimmung zurückzunehmen. Dafür bieten man am besten ein Formular auf der Webseite an und fügt einen entsprechenden Link ans untere Ende der Werbemail mit dem klassischen Text Newsletter abbestellen.

Newsletter als E-Mail Marketings

Der Newsletter stellt die typische Form des E-Mail-Marketings dar. Und dabei sollte man dessen wörtlicher Übersetzung durchaus gerecht werden. Denn mit purer plakativer Werbung wird man niemanden zum Abonnieren eines Newsletter animieren können geschweige denn zum Lesen. Der Newsletter sollte also wirklich Neuigkeiten enthalten, die einen Mehrwert für den Leser darstellen. Das können natürlich Produktneuheiten sein, jedoch sollte man diese gekonnt mit nutzvollen Hintergrundinformationen spicken. Damit der Inhalt aber überhaupt gelesen wird, muss man die Neugier des Abonnenten wecken. Deswegen ist ein griffiger Betreff erforderlich, der schlagzeilenartig den Inhalt überschreibt. Wecken Sie die Aufmerksamkeit des Lesers. Ist die eine Hürde genommen, kommt die nächste. Das Design des Newsletters muss den geneigten Leser ebenfalls ansprechen. Bei seitenlangem reinem Plain-Text wird er lethargisch die Entf-Taste drücken. Deshalb ist es ratsam HTML für den Newsletter zu verwenden. Hier erhält man mehr Spielraum für Formatierungen. So lässt sich die Mail ansprechend in Spalten gestalten, Headlines darstellen, Hintergrundfarben und Bilder einfügen. Letztere sollte man aber wohldosiert einsetzen und direkt in die E-Mail einbinden. Denn viele E-Mail-Clients blockieren standardmäßig das Herunterladen externer Inhalte und die rote X für fehlende Bilder versauen einen noch so schön gestalteten Newsletter.

Newsletter mit wix.com erstellen

Man sieht, dass ein gut gemachter Newsletter viel Arbeit bedeuten kann. Deswegen ist es wichtig, dass man Werkzeuge verwendet, die einem möglichst viel Arbeit abnehmen. Das beginnt mit dem Verwalten von Abonnenten bis hin zum Erstellen ansehnlicher Templates für den Newsletter. Es gibt hier etliche Offline-Software-Produkte, was aber bedeutet, dass man auch offline viel Arbeit reinstecken muss. Man kann sich aber auch gleich eine Homepage erstellen bei einem Webhosting-Anbieter wie Wix.com, welcher diese Features für seine Kunden gleich mit bereitstellt. Hierfür stellt dieser Hosting-Anbieter die ShoutOut-Funktionen zur Verfügung. Dazu bietet ShoutOut eine umfangreiche Abonnenten-Verwaltung, welche mit einigen Automatismen, doppelte E-Mails aufspüren und entfernen kann. Es lassen sich ebenfalls E-Mails automatisch entfernen, wenn der Empfänger nicht erreichbar ist, weil es die Adresse vielleicht nicht mehr gibt oder Tippfehler enthält. Außerdem spuckt das System wertvolle statistische Informationen aus, wie Anzahl zugestellter, geöffneter, nicht geöffneter Mails sowie die Klickrate auf Links innerhalb des Newsletters. Dadurch lassen sich weitere Optimierungen des Newsletter ableiten und der Verteiler ggf. bereinigen. Um die rechtlichen Fallstricke zu vermeiden, unterscheidet der Dienst eindeutig zwischen normalen Kontakten, deren E-Mail aus irgendeinem Formular, wie z.B. für Supportanfragen, stammt und eindeutigen Newsletter-Abonnenten. Es gibt seitens Wix.com auch einige Hinweise zur Größe des Verteilers und der Häufigkeit des Newsletter-Versands. Denn wenn man es übertreibt, wird die Absender E-Mail-Adresse von den Mail-Providern schnell mal als Spam eingestuft und man erreicht nur noch einen Bruchteil seiner Empfänger. Eine große Last wird einem auch von Wix durch die vielen E-Mail-Templates abgenommen. Diese gibt es thematisch passgenau. Man wählt sich einfach ein passendes Template aus, fügt an entsprechender Stelle die eigenen Bilder, Texte und Überschriften ein und schon ist ein ansehnlicher Newsletter daraus geworden. Dazu gibt es noch die Option, die Neuigkeit auch gleich in verschiedenen sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Und für all diejenigen, die sich viel in der Weltgeschichte herumtreiben, gibt es die Möglichkeit den Newsletter auch gleich auf dem Smartphone oder Pad zu verfassen und zu versenden. So kann man, während man im ICE durch Deutschland rast, schon die neuen Produkte ankündigen oder einen aktuellen Reisebericht über die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn versenden.

Noch ein paar Tipps am Rande

Damit man nicht als Spam-Schleuder eingestuft wird, sowohl vom Leser als auch von den Mail-Providern ist es wichtig, dass man auf seine Wortwahl achtet. Schlagworte, wie "Exklusiv Angebot", "Sensation", "110% Sparen" in großen Lettern hervorgehoben, landen schnell im Spam, da die Spam-Filter darauf programmiert sind. Auch Wörter wie Casiono oder Gambling sind zu vermeiden. Schicken Sie nicht unbedingt gleichzeitig tausende von Mails an die großen bekannten Mail-Provider mit komplett denselben Inhalt. Die Chance ist groß, dass sie von diesen als Spam eingestuft werden. Verwenden Sie als Absenderadresse möglichst eine personifizierte Adresse, wie marc.reinert@... anstatt newsletter@.... Manch einer feiert wohl auch größere Erfolge mit weiblichen Absenderadressen, wie heike.mueller@..., obwohl die Person gar nicht existent ist. Dabei sollte man aber vorsichtig sein. Kommt das raus, wirft das kein gutes Licht auf das Unternehmen oder dem Webseitenbetreiber. Zum Schluss sei gesagt: Seien Sie sich selbst beim Schreiben des Newsletters das beste Beispiel. Welche Mails lesen sie und welche löschen Sie ungelesen? Wenn Sie sich diese Frage beim Schreiben immer wieder vor Augen halten, erhöhen Sie die Chancen, dass ihr Newsletter gelesen wird.

Werbung



comments powered by Disqus

Copyright Dunkel & Iwer GbR | Datenschutzerklärung | Impressum